Augenarzt Praxis Dipl.- Med. Petra Döhler, Bad Freienwalde

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Astigmatismus

Brennpunktlosigkeit

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kleine deutsche Flagge Zusammenfassung
Astigmatismus (Zylinder, Zyl) ist in der Bevölkerung als Hornhautverkrümmung bekannt, die meist bei Kurzsichtigkeit auftritt. Man unterscheidet zwischen dem regulären Astigmatismus, dabei ist die Hornhaut des Auges biaxial unterschiedlich gekrümmt. Der irreguläre Astigmatismus, hat die Auswirkung, dass die Hornhaut, z. B. durch eine Operation, Unfall oder dergleichen vernarbt ist. Eine Besondere Form des irregulären Astigmatismus ist der Keratokonus.
kleine englische Flagge summary
Astigmatism is commonly known as curvature of the cornea and mainly results in short sightedness. One differentiates between a regular Astigmatism, where the cornea has a biaxial curvature which differs on either side. The irregular Astigmatism occurs when the cornea is scarred through an operation, an accident or something similar. A special form of the irregular astigmatism is the Keratinous.
kleine französische Flagge Résumé
Astigmatisme(circulaire)est connu parmi la population par la maladie de la corné qui se manifeste par la courte vue. Il convient de mentionner la différence entre l´astigmatisme régulier ou la cornée des yeux sont différemment affecté .L´astigmatisme irrégulier qui agit sur la cornée et causé par une opération un accident. Une forme spéciale l´ astigmatisme irrégulier est la Keratotomie .

Geschichte

Die astigmatische Wirkung von Linsen war bereits in der Maya- Kultur und bei den Griechen bekannt und wurde von geistlichen Gelehrten zur Verwirrung der einfachen Bevölkerung benutzt. Beim "Orakel von Delphi" sollen die Priester bereits Lochkameras benutzt haben, die durch das Zwischenschalten von Wasser Zerrbilder erzeugten.

medizinische und technische Erklärungen

Astigmatismus ist eine (Brenn-) punktlosigkeit / Stabsichtigkeit infolge nicht rotationssymmetrischer Brechkraft von Hornhaut oder Linse. Dies bedeutet, daß die Linse auf ihrer Oberfläche unterschiedliche Radien (Krümmungen) aufweist.

Im Brennpunkt treffen sich alle Strahlen, die durch die Linse gegangen sind. Hinter dem Brennpunkt gehen die Strahlen wieder auseinander und bilden ein seitenverkehrtes und kopfstehendes Bild auf der Rückseite des Augapfels.

Die astigmatische Wirkung von Linsen war bereits in der Maya- Kultur und bei den Griechen bekannt und wurde von geistlichen Gelehrten zur Verwirrung der einfachen Bevölkerung benutzt. Beim "Orakel von Delphi" sollen die Priester bereits Lochkameras benutzt haben, die durch das Zwischenschalten von Wasser Zerrbilder erzeugten. 

Beim Auftreten von Astigmatismus treffen sich die Strahlen nicht in EINEM, sondern in mehreren Brennpunkten, bedingt durch die unterschiedliche Krümmung der Linsenoberfläche.


Es kann nur immer in einem Brennpunkt "scharf gestellt" werden - dadurch erscheint das Bild insgesamt unscharf. Durch Zusammenkneifen der Augen (was bei einer Fotokamera dem Abblenden enspricht) kann die Tiefenschärfe und damit der Schärfebereich vergrößert werden. Gleichzeitig nimmt die Menge des durchgelassenen Lichtes ab, das Bild wird dunkler.

Die unterschiedlichen Brennweiten der Linse werden mit einer Brille mit "Zylindergläsern" ausgeglichen.

Die ersten anastigmatischen Linsen - d. h. Linsen mit wirklich exakter Brennpunktgleichheit - wurden vor ca. 80 Jahren von der Fa. Leica produziert. Diese Linsen mit parabelförmigem Querschnitt vermeiden den Fehler, sind aber in hoher optischer Qualität auch heute noch nur sehr teuer zu fertigen.

Die billigeren Linsen (mit Kugelförmiger Oberfläche) erzeugen ein scharfes Kernbild, das durch ein unscharfes Bild überlagert wird. Diese Unschärfe wird bei Weichzeichnerobjektiven absichtlich verwendet. 


Modelldarstellung Astigmatismus

Modelldarstellung Astigmatismus (Computersimulation)

Dieses Modell dient der Veranschaulichung des Astigmatismus; es ist (vor allem im Bereich des Bildoriginals) technisch nicht ganz korrekt, aber zum besseren Erkennen beabsichtigt!

In diesem Modell sollen die unterschiedlichen vertikalen (grün) und horizontalen (gelb) Brennpunkte dargestellt werden. Da diese nicht in einer Ebene - wie (orange) beim aufrechtstehenden Originalhaus - liegen, wird entweder der horizontale oder der vertikale Bildteil scharf abgebildet. Hinzu kommt eine Verzerrung des Bildes (das "runde" Haus wird zur Ellipse).

In der Praxis entsteht eine Mischung der Bilder, der Brennpunkt wird vom Auge irgendwo zwischen die theoretischen Brennpunkte gelegt; das gesamte Bild wird leicht unscharf. Durch das ständige "Scharfstellen" des Auges, also die Brennebenenveränderung wird das Sehen anstrengend.

Die dargestellte Verzerrung ist stark übertrieben; bei Kameras wird sie bei extremen Weitwinkeln (Fisheyes) deutlich sichtbar. Beim Menschen wird die verzerrte Darstellung durch Erfahrung des Gehirns kompensiert, so daß sie nicht bewußt wahrgenommen wird.

Korrektur

Eine Korrektur der Fehlsichtigkeit ist durch die Verwendung von Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen) oder operativ möglich (zum Beispiel LASIK).

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Fachärztin für Augenheilkunde | Dipl.- Med. Petra Döhler
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