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Der Keratokonus ist eine angeborene Erkrankung der Hornhaut des Auges (autosomal dominanter oder autosomal rezessiver Erbgang) und gehört in die Gruppe der erblich bedingten krankhaften Veränderungen der Hornhaut (Hornhautdystrophien).
Charakterisiert ist die Erkrankung durch eine veränderte Struktur des Hornhautgewebes mit dadurch bedingter Verdünnung und kegelförmiger Vorwölbung der zunächst unteren, später auch der zentralen Hornhautanteile. Der Keratokonus tritt zumeist beidseits auf, häufig jedoch mit einer asymmetrischen Ausprägung. Erste Symptome stellen sich vorwiegend im Alter von 15-20 Jahren ein. Die Patienten bemerken zumeist eine zunehmende Sehverschlechterung bzw. es fällt eine fortschreitende Kurzsichtigkeit mit deutlicher Zunahme der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) auf. Die Häufigkeit des Auftretens der Erkrankung in der Normalbevölkerung beträgt etwa 0,5 bis 1 ‰. Durch die Verdünnung der Hornhaut, in der Mitte und durch den Augeninnendruck entsteht eine Auswölbung die kegelförmig ist. Darum wird diese Krankheit auch als Hornhautkegel bezeichnet.
Diese bestimmte Art der Hornhautverkrümmung unterscheidet sich vom normalen Astigmatismus dadurch daß die Hornhaut sich ständig verändert - was bei einer regulären wie auch irregulären Stabsichtigkeit normalerweise nicht der Fall ist
Keratokonus kann im Anfangsstadium nur sehr schwer festgestellt werden. Dieser Sehfehler kann ganz am Anfang noch mit einer Brille ausgeglichen werden. Mit Fortschreiten der Erkrankung ist der Brechungsfehler so hoch das nur noch mit harten Kontaktlinsen ausgeglichen werden kann. Diese sind aber schwer anzupassen und nicht jeder verträgt diese. Im Spätstadium helfen selbst Kontaktlinsen nichts mehr und es muß eine Hornhautübertragung (Keratoplastik) in Erwägung gezogen werden. Kontaktlinsen sind aber nicht die einzige Möglichkeit, aber nur mit dieser Methode kann ein Fortschreiten verhindert oder auch gestoppt werden.
Man schätzt das ein halbes Promille der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen sind.
Es gibt keine Vorbeugung, Keratokonus ist meist erblich bedingt kann aber auch durch durch eine Infektion zugezogen werden, z. B. in den Tropen. Obwohl die Krankheit seit den 1960er Jahren bekannt ist, weiß man bis heute immer noch nicht was wirklich der Auslöser ist.